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Dez. 13, 2025
Russlands Zentralbank verklagt Euroclear
Die Zentralbank Russlands hat rechtliche Schritte gegen Euroclear eingeleitet. Hintergrund sind eingefrorene russische Vermögenswerte infolge westlicher Sanktionen.

Die Zentralbank Russlands hat offiziell Klage gegen den europäischen Finanzdienstleister Euroclear eingereicht. Auslöser sind die seit Beginn des Ukraine-Krieges eingefrorenen russischen Staats- und Zentralbankvermögen, die bei Euroclear verwahrt werden. Die russische Seite argumentiert, dass die Blockierung der Vermögenswerte gegen geltendes internationales Recht verstoße und fordert deren Freigabe oder Entschädigung. Euroclear verwaltet einen erheblichen Teil der eingefrorenen russischen Gelder, die sich auf mehrere Milliarden Euro belaufen sollen und derzeit Gegenstand intensiver politischer und juristischer Debatten in der EU sind.
Für die Finanzmärkte verschärft die Klage die geopolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Gleichzeitig rückt sie die Rolle zentralisierter Finanzinfrastrukturen erneut in den Fokus. Für den Kryptomarkt ist der Vorgang besonders relevant, da er das Risiko staatlicher Vermögensblockaden verdeutlicht. Solche Ereignisse stärken langfristig das Narrativ von Bitcoin und anderen Kryptoassets als zensurresistente, staatlich unabhängige Wertaufbewahrungsmittel. In geopolitisch angespannten Phasen steigt häufig das Interesse an dezentralen Finanzsystemen, insbesondere in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu traditionellen Märkten.
Insgesamt unterstreicht die Klage die wachsende Bedeutung von Souveränitätsrisiken im globalen Finanzsystem – ein Faktor, der die strategische Relevanz digitaler Assets weiter erhöhen könnte.
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