KI Fokus
Dez. 13, 2025
Wie gefährlich sind Quantencomputer für Bitcoin?
Quantencomputer gelten als potenzielle Bedrohung für die Kryptografie von Bitcoin, doch die Gefahr wird häufig überschätzt. Kurz- bis mittelfristig besteht keine reale Gefahr für das Bitcoin-Netzwerk.

Die rasante Entwicklung von Quantencomputern wirft immer wieder die Frage auf, wie sicher Bitcoin langfristig wirklich ist. Im Fokus steht dabei die Public-Key-Kryptografie, insbesondere der ECDSA-Algorithmus, der zur Absicherung von Bitcoin-Wallets genutzt wird. Theoretisch könnten ausreichend leistungsfähige Quantencomputer mithilfe des Shor-Algorithmus private Schlüssel aus öffentlichen Adressen ableiten. Praktisch jedoch liegt diese Fähigkeit noch weit außerhalb der aktuellen technologischen Möglichkeiten. Experten gehen davon aus, dass dafür Millionen stabiler Qubits nötig wären – heutige Systeme verfügen nur über einen Bruchteil davon.
Für den Kryptomarkt ist entscheidend: Bitcoin ist anpassungsfähig. Sollte sich eine reale Bedrohung abzeichnen, könnte das Netzwerk durch ein Protokoll-Update auf quantenresistente Signaturen umgestellt werden. Solche Verfahren existieren bereits in der Post-Quantum-Kryptografie und werden aktiv erforscht. Zudem sind nur Coins auf bereits verwendeten Adressen theoretisch angreifbar – der Großteil der Bitcoins ist davon nicht betroffen.
Insgesamt ist die Quantencomputer-Debatte aktuell eher theoretischer Natur. Kurz- und mittelfristig stellt sie keine Gefahr für Bitcoin, langfristig könnte sie sogar technologische Weiterentwicklung und Resilienz fördern.
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