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Dez. 14, 2025

BOJ CRASHED FINANZMÄRKTE?

Steht den Märkten ein neuer Japan-Schock bevor? – Warum die Bank of Japan zur größten Gefahr werden könnte

BOJ CRASHED FINANZMÄRKTE?

Die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer richtet sich derzeit auf Japan – und das aus gutem Grund. Die Bank of Japan steht kurz davor, ihre Zinsen anzuheben, ein Schritt, der weitreichende Folgen für die globalen Finanzmärkte haben könnte. Bereits Anfang August 2024 hat genau dieses Szenario gezeigt, wie sensibel die Märkte auf Veränderungen in der japanischen Geldpolitik reagieren können. Damals löste eine Anpassung der Zinslandschaft eine massive Kettenreaktion aus, die weltweit Risikoassets unter Druck setzte.

Japan gilt seit Jahrzehnten als klassisches Niedrigzinsland. Diese Besonderheit hat den sogenannten Carry Trade begünstigt: Große institutionelle Investoren leihen sich Kapital zu extrem günstigen Konditionen in Japan und investieren dieses Geld in renditestärkere Märkte wie US-Aktien, Indizes oder Kryptowährungen. Solange die Zinsen niedrig bleiben, funktioniert dieses Modell problemlos. Steigen die Zinsen jedoch, wird der Carry Trade unattraktiv – Kapital muss zurückgeführt werden.

Genau hier liegt das Risiko. Sollte die Bank of Japan die Zinsen tatsächlich anheben, könnte ein erneuter Abbau dieser Carry-Trades einsetzen. Die Folge wären gleichzeitige Abflüsse aus mehreren Märkten. Besonders Bitcoin wäre anfällig für eine solche Phase erhöhter Volatilität. Ein erneuter Einbruch wie im August gilt zwar als eher unwahrscheinlich, dennoch wären zweistellige prozentuale Rückgänge realistisch. Technisch betrachtet würde sich ein Rücksetzer in Richtung der Zone um 76.000 bis 74.000 US-Dollar einfügen, wo starke Liquidität und wichtige Unterstützungen liegen.

Altcoins würden in einem solchen Umfeld überproportional reagieren. Historisch zeigen sie bei Bitcoin-Korrekturen deutlich stärkere Verluste. Auch die Aktienmärkte wären betroffen, da ein erheblicher Teil des japanischen Kapitals im US-Markt gebunden ist. Besonders der Nikkei dient dabei als Spiegelbild der Carry-Trade-Dynamik und könnte eine spürbare Korrektur durchlaufen.

Die Kombination aus hoher Verschuldung, global vernetztem Kapital und extrem sensiblen Volatilitätsindikatoren macht den bevorstehenden Zinsentscheid der Bank of Japan zu einem der kritischsten Termine der kommenden Wochen. Für Anleger bedeutet das vor allem eines: vorbereitet sein, Risiken kennen und nicht von plötzlichen Marktbewegungen überrascht werden.

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