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Dez. 16, 2025
Nasdaq plant 23-Stunden-Handel
Die Nasdaq bereitet einen Antrag vor, um den Aktienhandel werktags auf bis zu 23 Stunden auszuweiten. Der Schritt würde die traditionelle Börsenstruktur grundlegend verändern.

Die Nasdaq bereitet laut Berichten eine formelle Einreichung bei den Aufsichtsbehörden vor, um den Aktienhandel an Wochentagen auf bis zu 23 Stunden auszudehnen. Ziel ist es, Anlegern nahezu rund um die Uhr Zugang zu US-Aktien zu ermöglichen und besser auf die steigende globale Nachfrage zu reagieren. Besonders Investoren aus Europa und Asien sollen so außerhalb der klassischen US-Handelszeiten aktiv werden können. Die Initiative spiegelt den zunehmenden Wettbewerb zwischen Börsen wider, die ihre Marktattraktivität und Liquidität steigern wollen.
Für die Finanzmärkte hätte eine solche Ausweitung weitreichende Folgen. Längere Handelszeiten könnten die Preisfindung verbessern, aber gleichzeitig die Volatilität erhöhen, da Nachrichten nahezu jederzeit verarbeitet werden. Marktteilnehmer müssten sich zudem auf geringere Liquiditätsspitzen außerhalb der Kernhandelszeiten einstellen. Für den Kryptomarkt ist der Vorstoß besonders interessant: Kryptowährungen handeln bereits 24/7, was oft als struktureller Vorteil gegenüber traditionellen Märkten gilt. Eine nahezu durchgehende Öffnung der Nasdaq würde diese Lücke teilweise schließen und klassische Märkte näher an das Krypto-Handelsmodell heranführen. Gleichzeitig unterstreicht der Schritt, wie stark sich traditionelle Börsen an der Always-On-Logik digitaler Assets orientieren.
Insgesamt zeigt die Initiative, dass sich die Grenzen zwischen TradFi und Krypto-Marktstruktur weiter auflösen.
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