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Dez. 21, 2025
Öl vor größtem Jahresverlust seit Covid
Die Ölpreise steuern auf den stärksten jährlichen Rückgang seit der Covid-Pandemie zu. Laut Bloomberg überschwemmt ein massives Überangebot den Markt.

Die globalen Ölpreise stehen vor ihrem größten Jahresverlust seit der Covid-Krise. Wie Bloomberg berichtet, wird der Markt aktuell von einem deutlichen Überangebot belastet. Hohe Fördermengen aus den USA, der OPEC+ sowie weiteren Produzenten treffen auf ein spürbar nachlassendes Nachfragewachstum. Besonders die schwächere Industriekonjunktur in China und Europa sorgt für rückläufigen Energieverbrauch.
Für die Finanzmärkte hat der Ölpreisverfall mehrere Konsequenzen. Sinkende Energiepreise wirken klar inflationsdämpfend, was den Spielraum für Zinssenkungen durch Zentralbanken erhöht. Gleichzeitig werden fallende Ölpreise häufig als Signal einer abkühlenden Weltwirtschaft interpretiert, was die Wachstumserwartungen belastet und Druck auf Energieaktien ausübt.
Für den Kryptomarkt ist die Entwicklung insgesamt leicht konstruktiv. Geringerer Inflationsdruck verbessert die Liquiditätsaussichten und stützt Risikowerte wie Bitcoin und Ethereum. Dennoch mahnt der Preisverfall zur Vorsicht: Sollte sich die globale Konjunktur weiter abschwächen, könnte auch die Risikobereitschaft begrenzt bleiben. Entscheidend wird sein, ob geldpolitische Lockerungen die Nachfrageschwäche kompensieren können.
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