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Dez. 22, 2025
Argentinischer Peso praktisch wertlos
Der argentinische Peso hat seit 2009 rund 99,8 % seines Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren. Die Entwicklung verdeutlicht eine der extremsten Währungsabwertungen der Neuzeit.

Der argentinische Peso ist seit 2009 gegenüber dem US-Dollar um rund 99,8 % eingebrochen und zählt damit zu den drastischsten Währungszusammenbrüchen der modernen Wirtschaftsgeschichte. Hauptursachen sind eine chronisch hohe Inflation, massive Haushaltsdefizite, wiederholte Schuldenkrisen sowie ein anhaltender Vertrauensverlust in die staatliche Geldpolitik. Über Jahre hinweg reagierten Regierungen mit Kapitalverkehrskontrollen, künstlichen Wechselkursen und monetärer Staatsfinanzierung – Maßnahmen, die den Abwärtstrend langfristig verstärkten.
Für die Finanzmärkte ist Argentinien ein warnendes Beispiel. Der Zusammenbruch zeigt, wie schnell Fiat-Währungen ihren Wert verlieren können, wenn Inflationserwartungen außer Kontrolle geraten und das Vertrauen der Bevölkerung schwindet. Der US-Dollar fungierte in dieser Zeit als primärer Wertspeicher, während Ersparnisse in Landeswährung faktisch vernichtet wurden.
Für den Kryptomarkt ist die Entwicklung hochrelevant. Länder mit extremer Währungsabwertung gehören zu den Regionen mit der höchsten Krypto-Adoption. Bitcoin wird dort zunehmend als Inflationsschutz, Wertaufbewahrungsmittel und alternatives Zahlungssystem genutzt. Argentiniens Peso-Kollaps unterstreicht eindrucksvoll, warum knappe, nicht beliebig vermehrbare Assets langfristig an Bedeutung gewinnen.
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