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Dez. 30, 2025
Fed setzt zweitgrößte Repo-Spritze seit Covid
Die Federal Reserve hat über Overnight-Repos 16 Milliarden US-Dollar in das US-Bankensystem gepumpt. Es handelt sich um die zweitgrößte Liquiditätsinjektion seit der Covid-Krise.

Die Federal Reserve hat erneut massiv Liquidität über Overnight-Repo-Operationen bereitgestellt und 16 Milliarden US-Dollar in das US-Bankensystem eingespeist. Laut Marktbeobachtern stellt dies die zweitgrößte Repo-Injektion seit der Covid-Krise dar und unterstreicht, dass trotz offiziell restriktiver Geldpolitik weiterhin erheblicher Unterstützungsbedarf im kurzfristigen Finanzierungssystem besteht.
Repo-Operationen dienen dazu, Spannungen am Geldmarkt abzufedern und ausreichende Bankreserven sicherzustellen. Ein derart hohes Volumen deutet darauf hin, dass Liquidität im System ungleich verteilt ist oder einzelne Marktsegmente unter Druck stehen. Auch wenn diese Maßnahmen nicht als klassisches Quantitative Easing gelten, ist ihre Wirkung vergleichbar: Sie stabilisieren die Finanzierungsbedingungen und verhindern kurzfristige Verwerfungen.
Für die Finanzmärkte ist diese Entwicklung hochrelevant. Große Liquiditätsspritzen wirken in der Regel unterstützend für Risikoanlagen, da sie den Finanzstress reduzieren und die Marktstabilität erhöhen. Für den Kryptomarkt ist die Maßnahme grundsätzlich konstruktiv. Zusätzliche Dollar-Liquidität verbessert die Rahmenbedingungen für Kapitalzuflüsse in digitale Vermögenswerte wie Bitcoin und andere Kryptowährungen. Sollten solche Eingriffe häufiger werden, könnte dies auf einen beginnenden Liquiditätsumschwung hindeuten.
Die Inhalte in Crypto Now dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlage- oder Finanzberatung dar. Investieren und Traden sind mit Risiken verbunden und erfolgen auf eigene Verantwortung.
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