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Jan. 09, 2026
US-Arbeitsmarkt bremst Zinssenkungshoffnungen
Die US-Wirtschaft hat im Dezember 50.000 neue Stellen geschaffen und damit die Erwartungen verfehlt. Gleichzeitig sank die Arbeitslosenquote auf 4,4 % und lag damit besser als prognostiziert.

Die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten liefern ein gemischtes Bild und sind insgesamt ungünstig für baldige Zinssenkungen. Im Dezember stiegen die Nonfarm Payrolls lediglich um 50.000 Stellen und blieben damit deutlich unter den Markterwartungen. Gleichzeitig fiel die Arbeitslosenquote jedoch auf 4,4 Prozent und lag damit unter der Prognose von 4,5 Prozent. Diese Kombination signalisiert, dass der Arbeitsmarkt zwar an Dynamik verliert, aber weiterhin angespannt bleibt.
Für die Geldpolitik der Federal Reserve sind diese Daten problematisch. Ein stabiler Arbeitsmarkt mit niedriger Arbeitslosigkeit reduziert den Druck auf die Notenbank, schnell zu handeln. Auch wenn das schwächere Stellenwachstum auf eine Abkühlung hindeutet, reicht es allein nicht aus, um eine baldige Zinssenkung zu rechtfertigen. Die Fed dürfte daher an ihrer vorsichtigen Haltung festhalten und weitere Daten abwarten.
Für die Finanzmärkte bedeutet dies gedämpfte Erwartungen an kurzfristige geldpolitische Lockerungen. Besonders zinssensitive Assets reagieren in solchen Phasen zurückhaltend. Für den Kryptomarkt sind die Daten kurzfristig eher belastend, da ausbleibende Zinssenkungen die Liquiditätsbedingungen nicht verbessern. Erst eine klarere Abschwächung am Arbeitsmarkt könnte neue Fantasie für Lockerungsschritte und damit auch für Risikoassets schaffen.
Die Inhalte in Crypto Now dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlage- oder Finanzberatung dar. Investieren und Traden sind mit Risiken verbunden und erfolgen auf eigene Verantwortung.
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