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Jan. 20, 2026
BITCOIN - MEGA CRASH VORAUS?
Bitcoin steht erneut an einer sensiblen Wegmarke. Nach einer kräftigen Erholungsphase wurde die Aufwärtsbewegung abrupt gestoppt. Auslöser waren dabei nicht kryptospezifische Entwicklungen, sondern zunehmende Unsicherheit außerhalb des Marktes. Gerade in solchen Phasen ist es entscheidend, emotionale Reaktionen von der tatsächlichen Marktstruktur zu trennen. Der Fokus liegt daher auf der laufenden Korrektur, den externen Einflüssen und den Preiszonen, die über den weiteren Verlauf entscheiden.

Seit nunmehr sechs Tagen befindet sich Bitcoin in einer ausgeprägten Zwischenkorrektur. Der Bereich um 98.000 US-Dollar fungierte – wie erwartet – als starker Widerstand und löste eine dynamische Gegenbewegung aus. Der Verkaufsdruck entstand jedoch nicht aus dem Kryptomarkt selbst. Vielmehr setzen die klassischen Finanzmärkte aktuell den Takt. Zu Wochenbeginn verzeichneten die Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq Verluste von rund zwei Prozent. Hintergrund sind zunehmende geopolitische Spannungen, darunter Unsicherheiten rund um die US-Politik, internationale Konfliktherde sowie wachsende Spannungen zwischen globalen Machtblöcken. Diese Faktoren belasten die Märkte weltweit.

Für Bitcoin hatte dies zur Folge, dass der Kurs bis auf 91.700 US-Dollar zurückfiel und damit den derzeit wichtigsten Unterstützungsbereich erreichte. Der Bruch der ersten Liquiditätszone erhöht die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rücksetzers in den Kernbereich zwischen 88.700 und 87.500 US-Dollar. In dieser Zone bündeln sich mehrere technische Unterstützungen, darunter der Monats-Pivot, zentrale Point-of-Control-Level sowie markante Volumenbereiche aus der Vergangenheit. Diese Kombination macht den Bereich zu einer entscheidenden Verteidigungszone.
Ob dieser Support hält, hängt maßgeblich von der weiteren Nachrichtenlage ab. Bleiben neue Eskalationen aus, besteht eine realistische Chance, dass sich die Märkte stabilisieren. In diesem Fall könnte das entstandene bullische Gap zeitnah geschlossen werden, was auf eine Akzeptanz der aktuellen Lage hindeuten würde.

Solange der Bereich um 87.000 US-Dollar nicht nachhaltig unterschritten wird, bleibt das bullische Szenario intakt. Ein erneuter Anstieg in Richtung 102.000 US-Dollar ist weiterhin möglich. Erst ein klarer Bruch darunter würde dieses Szenario invalidieren.
Die laufende Korrektur ist somit keine strukturelle Schwäche, sondern eine logische Reaktion auf externe Belastungsfaktoren. Wer jetzt besonnen bleibt, Schlüsselzonen respektiert und diszipliniert handelt, schafft die Grundlage, diese Phase kontrolliert zu meistern.
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